Arbeitgeber Hydro: „Wenn du willst, kannst du hier alles erreichen!”

Julia Ehmann, Werkzeugtechnik: „Als Frau einen technischen Beruf zu wählen, ist schon eine Herausforderung. Aber man lernt dabei nicht nur einen schönen Beruf, sondern auch, sich in der Männerwelt zu behaupten. Das hat mir jedenfalls nicht geschadet.”

Für Julia Ehmann war immer schon klar, dass sie beruflich „etwas Technisches” machen würde.

FOTOS: FIRMA HYDRO

Nach der erfolgreichen Metallbearbeitungs-Lehre bei Hilti in Thüringen lernte sie dort zunächst die Schichtarbeit am Fließband kennen. „Ich wollte einfach nur Geld verdienen”, erinnert sie sich an diese Zeit. Als bei der „Hydro” in Nenzing (der Betrieb hieß damals Sapa) eine Stelle ausgeschrieben wurde, bewarb sie sich erfolgreich.

Zunächst lernte sie hier die Arbeit an der Presse kennen. „Dabei werden Aluminiumstangen mit gewaltigem Druck durch Matrizen gepresst, wodurch die vom jeweiligen Kunden gewünschten Aluminiumprofile entstehen”, erklärt Julia. Eigentlich ein „Männerjob”, den Julia Ehmann aber nicht ungern ausführte. Frauen sind in diesen technischen Berufen zwar immer noch in der Minderheit. Schon in der Lehrzeit – „da waren wir vier eher schüchterne Mädchen mit 16 jungen Männern zusammen” – haben Julia und ihre Kolleginnen aber ein sehr gesundes Selbstbewusstsein aufgebaut.

Wertschätzung für alle Mitarbeiter

Bei Hydro hatte sie nie das Gefühl, als Frau auch nur im Geringsten benachteiligt zu sein. „Hier ist die Putzfrau genauso Mensch, wie der Geschäftsführer”, schwärmt sie von der Firmenkultur in diesem norwegischen Weltkonzern. Dazu gehört nach ihrer Beobachtung ebenso, dass jedem Mitarbeiter Aufstiegschancen geboten werden. „Wer wirklich will, kann hier alles erreichen”, ist Julia Ehmann begeistert von den Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei Hydro. Zu diesem System gehört, dass freie Stellen zuerst immer intern ausgeschrieben werden.

So hat auch Julia Ehmann erste Karriereschritte unternommen: Seit einem Jahr ist sie in der Werkzeugabteilung. Hier werden die Matrizen, wenn sie nicht hundertprozentig passen, so lange bearbeitet, bis die daraus entstehenden Aluprofile die strengsten Qualitätskontrollen bestehen. Für die Bearbeitung bedient Julia einerseits tonnenschwere Präzisionsfräsmaschinen, für den „letzten Schliff” ist aber auch feine Handarbeit gefragt. Diese Kombination taugt Julia Ehmann besonders. Und beeindruckt ist sie von den Fähigkeiten ihrer Chefs, die mit bloßem Auge sehen, wenn irgendwo noch ein Hundertstelmillimeter weggeschliffen werden muss. „Das macht die Erfahrung aus”, weiß Julia. Auch sie will einmal so gut werden. Und dann folgt vielleicht der nächste Schritt…

Mehr Infos unter www.hydro.at