Pilzvielfalt im Göfner Wald

Die Göfner Pilz-Expertin Uschi Österle, findet auch im Spätherbst und Winter eine Vielzahl an verschiedenen Pilzen:

Den Orange-Becherling findet man nur alle paar Jahre im Göfner Wald.  Er kommt hauptsächlich an Wegrändern und Böschungen vor, kann auch mitten am Weg wachsen. Dieses Grüppchen hat sich durch den kiesigen Untergrund gekämpft.

 

 

Der Grubige Milchling ist Magen-Darm-giftig. In Zeiten, in denen erschwingliche Lebensmittel rar waren, wurde in Osteuropa eine Methode entwickelt, die diesen Pilz bekömmlich macht: Durch Silieren und die dadurch in Gang gesetzte Milchsäuregärung werden die scharf schmeckenden Giftstoffe zerlegt. 

 

Um sicher zu gehen, dass sie vom selben Pilz sprechen, verwenden Experten im Normalfall die lateinischen Namen. Der Habichtspilz etwa wird im Montafon Rehpilz genannt. Er ist ein ausgezeichneter Würzpilz, der allerdings mit zunehmendem Alter bitter wird. 

 

Der Zunderschwamm gedeiht an abgestorbenen Baumstämmen. Er war einst ein begehrtes Sammelgut. Der filzige Teil des Fruchtkörpers wurde zu Zunder verarbeitet, mit dem die Feuer in Gang gehalten wurden. Auch Kleider und Hüte wurden aus dem Zunderschwamm gefertigt.

 

Die Nebelkappe bildet gerne sogenannte „Hexenringe”. Das Myzel breitet sich im Boden gleichmäßig in alle Richtungen aus. Weil die Fruchtkörper an den äußeren Enden entstehen, sind sie kreisförmig angeordnet. Diese Kreise galten früher als Tanzplätze von Hexen, es hieß, sie zu betreten, bringe Unglück.

 

Nur wer die Hüte von unten begutachtet, kann den Grün­­blättrigen Schwefelkopf (li.) vom Geflecktblättrigen Flämmling unter­scheiden. Beide kommen auf morschem Holz vor, oft am selben Stück.