Impulse für Frastanz

E-Werke und Raiba geben Ortszentrum mit dem "Saminapark" ein neues Gesicht (Ansichten "Saminapark", Wettbewerbssieger walser + werle architekten zt, Feldkirch, Stand März 2016)
E-Werke und Raiba geben Ortszentrum mit dem „Saminapark“ ein neues Gesicht (Ansichten „Saminapark“, Wettbewerbssieger walser + werle architekten zt, Feldkirch, Stand März 2016)

 

 

 

 

 

 

 
Ein Check-In-Hotel mit Appartements, rund 25 Zwei- und Dreizimmerwohnungen, dazu Büro- und Verkaufsflächen sowie die notwendigen Tiefgaragen: Auf über 3.000 Quadratmetern Fläche mitten im Ortskern von Frastanz soll der Saminapark ab 2018 Impulse setzen.

Mit dem Gemeindeentwicklungsplan hat die Marktgemeinde Frastanz im Juli 2011 ein ehrgeiziges Projekt gestartet. Unter starker Bürgerbeteiligung und begleitet von Fachleuten wurden für verschiedene Arbeitsfelder Zukunftsvisionen definiert.

Höchste Priorität wurde von allen Beteiligten dem Thema Zentrumsentwicklung und Außenraumgestaltung eingeräumt: „Im Bereich um das Rathaus, den Gemeindepark und den alten Kindergarten bis Richtung Kirche soll ein attraktives Dorfzentrum mit Geschäften, Wohnungen, Dienstleistungseinrichtungen und Ruhezonen entstehen“, waren sich die verschiedenen Arbeitsgruppen einig. Architekten aus Frastanz machten sich gemeinsam in einem „Masterplan“ Gedanken über die konkrete mögliche Ausformung dieses zukünftigen Ortskerns.

Ortskern-Belebung wichtiges Ziel

Rainer Hartmann und Markus Prünster: Projekt für Frastanz
Rainer Hartmann und Markus Prünster: Projekt für Frastanz

Die Gemeindevertretung befasste sich mehrfach mit dem Thema Zentrumsgestaltung und stimmte der Zukunftsvision grundsätzlich zu: Zusammen mit Grundstücksbesitzern, und privaten Investoren will die Marktgemeinde erreichen, dass sich das Zentrum langfristig in die gewünschte Richtung entwickelt.

Die E-Werke Frastanz und die Raiba Frastanz-Satteins waren schon bislang bedeutende Grundeigentümer im Zentrum. Um ein zukunftsweisendes Projekt entwickeln zu können, erwarben sie zusätzliche Grundstücke. „Den früheren Eigentümern möchten wir an dieser Stelle ein aufrichtiges Dankeschön sagen“, betonen E-Werke Geschäftsführer Mag. Rainer Hartmann und Raiba-Vorstand Mag. (FH) Markus Prünster: Ohne deren Flächen wäre das Projekt nicht möglich gewesen.

Durch die Einigung mit den früheren Besitzern wurden E-Werke und Raiba im Laufe der Jahre jeweils Hälfteeigentümer einer gut 3.200 Quadratmeter großen zusammenhängenden Fläche mitten in diesem zentralen Entwicklungsgebiet. Im Wissen um die Sensibilität dieser Baufläche rund um den derzeitigen E-Werke Parkplatz und in Kenntnis der Zukunftspläne für die Frastanzer Mitte bemühte man sich um eine qualitätsvolle „Grundstücksverwertung“, die diesen Zukunftsplänen bestmöglich entspricht.

Architektenwettbewerb entschieden

Im Juli 2015 wurde – was für einen privaten Bauherren keineswegs selbstverständlich ist – ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Fünf Pläne wurden insgesamt eingereicht, zwei schafften es ins Finale. Anfang Februar schließlich wurde das Planwerk des renommierten Feldkircher Architekturbüros Walser & Werle zum Siegerprojekt gekürt.

Es sieht drei Baukörper vor, zwischen denen entsprechender Freiraum für Aufenthaltsqualität sorgt. Durch geschickte Anordnung und adäquate Bauhöhen wird die in Zentrumslagen gebotene Baudichte gemäß dem Masterplan erreicht.

Mit in der Jury saß neben Vertretern der Eigentümer und Architektur-Fachleuten auch Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel. „Ich habe natürlich darauf geachtet, dass das Projekt bestmöglich den Vorstellungen entspricht, die wir im Rahmen des Bürgerbeteiligungs-Prozesses für unsere Gemeindeentwicklung formuliert haben“, so der Bürgermeister. Seiner Ansicht nach sei das beim Siegerprojekt sehr gut gelungen.

Derzeit ist die Detailplanung in Arbeit. Im späten Frühjahr bzw. Anfang Sommer wollen die Bauherren das Projekt der Bevölkerung vorstellen. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Anfang 2017 mit dem Bau des Saminaparks begonnen werden, eine Fertigstellung wäre dann im Jahr 2018 möglich.

Renderings: Architekturbüro walser + werle zt, Feldkirch; Foto: Jutta Hartmann