Samstag, Februar 16, 2019

Sonnenanbeter auf unseren Wiesen

Sie sind klein und nicht ganz einfach aufzuspüren. Der Libellen-Schmetterlingshaft und die Bienen-Ragwurz gehören zu den Besonderheiten auf unseren Wiesen. Beiden gemeinsam ist ihre Vorliebe fürs „Sünnala”. FOTOS: GERALD SUTTER (Libellen-Schmetterlingshaft), DIETMAR HUBER (Bienen-Ragwurz) „Man ist verblüfft, dass es so etwas gibt”, erklärt der Schlinser Biologe Mag. Georg Amann. Der Libellen-Schmetterlingshaft fliegt eher wie eine Libelle, erinnert vom Aussehen her aber an einen...

Primus und Gerda Huber: „Die Leute würden uns abgehen”

Sie sind beide über 70 und stehen trotzdem Tag für Tag im Verkaufsraum, versorgen die Pflanzen in den Glashäusern und binden farbenfrohe Blumensträuße: Gerda und Primus Huber brauchen diese Aufgaben und die Menschen, mit denen sie so ständig in Kontakt sind. FOTOS: tm-Hechenberger, PRIMUS HUBER Mit ein paar Frühbeeten, die sie in ihrem Haus in Nenzing aufstellten, begann 1970 die Erfolgsgeschichte der Gärtnerei Huber....

Eichhörnchen – Einzelgänger mit Hang zum „Cocooning”

Acht von zehn Eichhörnchen überleben ihren ersten Winter nicht. Trotzdem muss man sich um den Bestand der putzigen Gesellen keine Sorgen machen. Ihre Strategie zur Arterhaltung: Ein Weibchen bringt jährlich bis zu zwölf Junge zur Welt! FOTOS: GERALD SUTTER, HOBBY-NATURFOTOGRAF, BLUDENZ „Eichhörnchen werden bisweilen sehr zutraulich. In China werden sie deshalb auch als Haustiere gehalten”, erklärt die Geschäftsführerin der WalgauWiesenWunderWelt, Mag. Karin Moser. Dies ist allerdings nicht...

Großes Mausohr: Wochenstube im Kirchengebälk

In Vorarlberg gibt es 22 verschiedene Fledermausarten. Die größte europäische Art, das stark gefährdete „Große Mausohr” mit einer Flügelspannweite von bis zu 43 Zentimetern, kommt im ganzen Land vor. Es sind aber nur drei Quartiere bekannt, in denen die Weibchen ihre Jungen aufziehen. Diese liegen in Sulz, Thüringen und Ludesch. Die Wiesen und Wälder im Walgau bieten den nachtaktiven Tieren...

Steinkrebs

Einst in ganz Vorarlberg weit verbreitet, ist der Steinkrebs heute kaum mehr zu finden. Im Torfriedbach in Schlins und im Walsbächle in Röns fühlt er sich wohl. „Meine Mutter - sie ist heute 95 Jahre alt - hat mir erzählt, dass sie sich als Mädchen nicht getraut hat, barfuß in den Wiesenbach zu steigen” , berichtet der Schlinser Biologie Mag. Helmut Amann....

Heuschrecken

(Orthoptera) Musikanten der Wiesen Heuschrecken haben ihren Namen vom althochdeutschen „schrecken”, was soviel wie „(auf-)springen” bedeutet. Einzelne Arten können bis zu einem Meter weit springen und dabei Startgeschwindigkeiten von 3,2 Metern pro Sekunde erreichen. Rund ein Viertel der zirka tausend in Europa heimischen Arten gilt als gefährdet. In Vorarlberg kommen etwa 50 verschiedene Heuschrecken vor. Rössels Beißschrecken (Foto einer Larve links) und das Grüne...

Herbst-Drehwurz (Spiranthes spiralis)

Sie wird in unseren Breiten selten höher als 15 Zentimeter. Deshalb muss man schon genau hinschauen, um die Herbst-Drehwurz zu entdecken, die noch bis Mitte September an sonnigen Standorten auf den Magerwiesen im Walgau blüht. Während die meisten anderen Pflanzen im Frühjahr austreiben und im Herbst absterben, macht es diese heimische Orchidee genau anders herum. Blütenstängel und Blätter sprießen im...

Flatterhaft: Der Russische Bär

Wer einen Sommerflieder gepflanzt hat, beheimatet in seinem Garten möglicherweise auch einen oder mehrere „Russische Bären”. Aber keine Bange: Der ist nur wenige Zentimeter groß und federleicht. Anstatt brummend über den Grund zu trotten, flattert er von Blume zu Blume, holt mit seinem langen Saugrüssel feinsten Nektar aus den Blütenkelchen.  FOTOS: GERALD SUTTER, TM-HECHENBERGER Der  kleine Schmetterling trägt nicht nur einen irreführenden Namen, er macht es auch den Forschern nicht leicht....

Fleißiger Bauherr

Biber sind nachtaktiv. In den frühen Morgen- oder Abendstunden bekommt man sie aber durchaus zu Gesicht.
Nach rund 350 Jahren ist der Biber in Vorarlberg zurück. Es gibt bereits erste Meldungen, dass der scheue Nager auch in Frastanz gesichtet wurde. Die offizielle Biber-Beauftragte des Landes, Mag. Agnes Steininger, kann dies zwar noch nicht offiziell bestätigen. Es ist für sie aber ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis der Biber sein Revier in den Walgau ausdehnt....

Dr. Birgit Reutz

Während ihres Geografie-Studiums an der Uni Innsbruck beschäftigte sich Dr. Birgit Reutz eingehend mit den Nutzungskonflikten im Nationalpark Galápagos. Um die Naturschätze des als UNESCO Weltnaturerbe deklarierten Gebiets langfristig zu erhalten, müssen sich Einheimische und Besucher an strenge Regeln halten. Dies führt unweigerlich zu Nutzungskonflikten. Diese Thematik hat die Walgaue­rin, die seit gut fünf Jahren als Dozentin am Institut...
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