„Netzwerke werden nicht im Aufstieg getestet, sondern im Sturz”

Dr. Wolfgang Frick kennt viele Schattierungen des Wirtschaftslebens. Der Frastanzer hat sich vom Ferial-Lagerarbeiter zum Vorstand eines Handelskonzerns emporgearbeitet – bis er von einer Sekunde auf die andere mit der Aufforderung, innerhalb einer Stunde seine Sachen zu packen, gekündigt wurde. Diese Erfahrung und viele Tipps, wie man die Anzeichen erkennen und das Beste aus einer solchen Situation machen kann, hat der erfolgreiche Autor von Wirtschafts-Ratgebern in seinem fünften Buch festgehalten: „60 Shades of Führung“ sieht der Selfmade-Mann als „Mutmachbuch“ für Menschen, die gerade ins Management aufrücken, und solche, die ihren Job verloren haben.

FOTOS: HANDOUT, TM-HECHENBERGER

60 Shades – das sind sechzig Kurzgeschich­ten aus den Chef­­etagen, sechzig Situationen, die Wolfgang Frick in lockerem Ton schildert und aus der Distanz von sechs Jahren analysiert. „Zwei Tage zuvor hatten dieselben Personen noch meine Ergebnisse gelobt“, kann er es bis heute kaum glauben. Inzwischen kann der studierte Betriebswirt zugeben, dass er ab und an vielleicht etwas zu blauäugig war, zu sehr auf Handschlagqualitäten und Menschlichkeit im Wirtschaftsleben vertraute. Den Moment, der ihn damals in Schockstarre versetzte, hat er nach dem Motto „Wenn dir das Leben Zitronen serviert, mach Limonade daraus“ hinter sich gelassen. Das Netzwerk, das er sich erarbeitete, ist längst auf seine Belastbarkeit geprüft. 

Immer schon hatte Wolfgang Frick lange Autofahrten dazu genutzt, seine Gedanken festzuhalten. Er wollte anderen mitteilen, welche Strategien für ihn funktioniert haben und welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte. „Patient Marke – Kunstfehler im Marke-ting“ lautete der Titel des ersten Ratgebers, der 2015 im Haufe Verlag erschien. Inzwischen stößt es in dritter Auflage immer noch auf Interesse. Seit dem überraschenden Rauswurf vor sechs Jahren konzentriert der Frastanzer sich auf seine Tätigkeit als Berater, Keynote-Speaker und Seminarleiter. Das Ferienhaus auf der Bazora hat er zum „Raum für Weitblick“ umgebaut, der ihn und andere gleichermaßen inspiriert. Hier, auf einer Höhe von 1.036 Metern ist auch sein jüngstes Werk gereift, welches am 9. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert und am 22. Oktober im Businessclub Altach getauft wird. 

„Alles ist Führung“, will Wolfgang Frick die „60 Shades“ nicht nur Managern ans Herz legen. „Führung braucht es auch im Verein oder bei der Kindererziehung.“ Jedem Kapitel, das einen gewissen Aspekt behandelt, hat er Tipps angefügt, sodass die Leserschaft insgesamt 180 Ratschläge erwarten darf, die in verschiedensten Situationen als Hilfestellung dienen können. Der Autor erlaubt sich dabei durchaus auch Kritik an gängigen Gepflogenheiten. 

„Den Dackel zur Jagd tragen ist Tierquälerei – ältere Mitarbeiter sind keine Dackel, sie sind Jagdhunde mit Erfahrung“,

spricht er sich etwa für mehr Respekt gegenüber langgedienten Arbeitnehmern aus. „60 Shades of Führung“ ist ab 19. Oktober im Buchhandel erhältlich. allerhand!-Leser haben nicht nur die Möglichkeit, den Ratgeber bereits vorzubestellen, sondern können auch gewinnen – je nach Wunsch einen Workshop zum Thema „Wie  und warum schreibe ich ein Buch?“ beziehungsweise ein Wochenende (ausgenommen Dezember und Jänner) für sechs Personen inklusive Getränke im „Raum für Weitblick“ auf der Bazora, jeweils im Wert von 1.490 Euro.

„60 Shades of Führung“ ist der fünfte Ratgeber aus der Feder des Frastanzer Marketing-Profis. Wer das Buch per E-Mail an buch@60shades.org vorbestellt, hat die Chance, einen von vier Plätzen bei der offiziellen Buchtaufe im Business-Club Altach zu ergattern.

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