Samstag, September 22, 2018

Ein Museum für die Honigbiene

Edith Berchtold ist eine Kämpferin. Als ihr Mann vor dreißig Jahren verstarb, führte sie den landwirtschaftlichen Betrieb in Nenzing-Beschling alleine weiter, kümmerte sich um die drei Kinder und den Pflegesohn sowie bis zu 76 Bienenvölker. Von harter Arbeit, Krankheiten und anderem Unbill ließ sie sich nie unterkriegen. Heute kämpft sie vor allem für die Bienen. Seit 13 Jahren sammelt sie in ihrem privaten Bienenmuseum...

Ein Ried zieht um

Sibirische Schwertlilie, Duftlauch, Sumpfgladiole, Lungenenzian, Gelbbauchunke, Neuntöter, Schwarzkehlchen, Teichmolche, .... Die Liste an seltenen Pflanzen und Tieren, die im 58,5 Hektar großen Frastanzer Ried zu finden sind, ist äußerst lang. Laut Untersuchungen leben alleine 35 Brutvogelarten im größten Überflutungsmoor der Ill. Entsprechend wertvoll ist der Riedboden. Als im Frühjahr ein 110 Meter langer Verbindungsweg durchs Ried gebaut werden sollte, wurde der Aushub deshalb sorgfältig „transplantiert”. Fotos:...

Menschen: Karin Moser

„Landwirtschaftliche Produkte müssen wieder in Wert gesetzt werden”, ist die Geschäftsführerin der WalgauWiesenWunderWelt, Mag. Karin Moser, überzeugt. Ab 1. September übernimmt sie die Fachstelle Freiraumentwicklung, welche die Regio Im Walgau mit Unterstützung des Landes neu geschaffen hat. Weil die freien Flächen im Walgau immer knapper werden, müssen sie umso verantwortungsbewusster genutzt werden. Karin Moser will nicht nur die vielfältigen...

Sonnenanbeter auf unseren Wiesen

Sie sind klein und nicht ganz einfach aufzuspüren. Der Libellen-Schmetterlingshaft und die Bienen-Ragwurz gehören zu den Besonderheiten auf unseren Wiesen. Beiden gemeinsam ist ihre Vorliebe fürs „Sünnala”. FOTOS: GERALD SUTTER (Libellen-Schmetterlingshaft), DIETMAR HUBER (Bienen-Ragwurz) „Man ist verblüfft, dass es so etwas gibt”, erklärt der Schlinser Biologe Mag. Georg Amann. Der Libellen-Schmetterlingshaft fliegt eher wie eine Libelle, erinnert vom Aussehen her aber an einen...

Grenzenloser Naturpark Rätikon

Schesaplana, Drei Türme, Zimba, Drei Schwestern,... Der Rätikon steuert wesentliche Gipfel zum guten Ruf Vorarlbergs als Tourismusdestination bei. Er markiert außerdem die Grenzen zur Schweiz und zu Liechtenstein. Dies- und jenseits der schroffen Gipfel wird nun geprüft, wie man gemeinsam die Potenziale des Rätikons noch besser nutzen und die eindrucksvolle Naturkulisse schützen kann. Die Vision: ein grenzenloser Naturpark Rätikon. FOTOS: Manuel Siegrist,...

Eichhörnchen – Einzelgänger mit Hang zum „Cocooning”

Acht von zehn Eichhörnchen überleben ihren ersten Winter nicht. Trotzdem muss man sich um den Bestand der putzigen Gesellen keine Sorgen machen. Ihre Strategie zur Arterhaltung: Ein Weibchen bringt jährlich bis zu zwölf Junge zur Welt! FOTOS: GERALD SUTTER, HOBBY-NATURFOTOGRAF, BLUDENZ „Eichhörnchen werden bisweilen sehr zutraulich. In China werden sie deshalb auch als Haustiere gehalten”, erklärt die Geschäftsführerin der WalgauWiesenWunderWelt, Mag. Karin Moser. Dies ist allerdings nicht...

Dr. Birgit Reutz

Während ihres Geografie-Studiums an der Uni Innsbruck beschäftigte sich Dr. Birgit Reutz eingehend mit den Nutzungskonflikten im Nationalpark Galápagos. Um die Naturschätze des als UNESCO Weltnaturerbe deklarierten Gebiets langfristig zu erhalten, müssen sich Einheimische und Besucher an strenge Regeln halten. Dies führt unweigerlich zu Nutzungskonflikten. Diese Thematik hat die Walgaue­rin, die seit gut fünf Jahren als Dozentin am Institut...

Primus und Gerda Huber: „Die Leute würden uns abgehen”

Sie sind beide über 70 und stehen trotzdem Tag für Tag im Verkaufsraum, versorgen die Pflanzen in den Glashäusern und binden farbenfrohe Blumensträuße: Gerda und Primus Huber brauchen diese Aufgaben und die Menschen, mit denen sie so ständig in Kontakt sind. FOTOS: tm-Hechenberger, PRIMUS HUBER Mit ein paar Frühbeeten, die sie in ihrem Haus in Nenzing aufstellten, begann 1970 die Erfolgsgeschichte der Gärtnerei Huber....

Großes Mausohr: Wochenstube im Kirchengebälk

In Vorarlberg gibt es 22 verschiedene Fledermausarten. Die größte europäische Art, das stark gefährdete „Große Mausohr” mit einer Flügelspannweite von bis zu 43 Zentimetern, kommt im ganzen Land vor. Es sind aber nur drei Quartiere bekannt, in denen die Weibchen ihre Jungen aufziehen. Diese liegen in Sulz, Thüringen und Ludesch. Die Wiesen und Wälder im Walgau bieten den nachtaktiven Tieren...

Heuschrecken

(Orthoptera) Musikanten der Wiesen Heuschrecken haben ihren Namen vom althochdeutschen „schrecken”, was soviel wie „(auf-)springen” bedeutet. Einzelne Arten können bis zu einem Meter weit springen und dabei Startgeschwindigkeiten von 3,2 Metern pro Sekunde erreichen. Rund ein Viertel der zirka tausend in Europa heimischen Arten gilt als gefährdet. In Vorarlberg kommen etwa 50 verschiedene Heuschrecken vor. Rössels Beißschrecken (Foto einer Larve links) und das Grüne...
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