„Ein Liegestuhl wäre bei mir zuhause ein Möbel mit schlechtem Wirkungsgrad“, lacht Hermann Kronberger. Der pensionierte Elektromechanik- und Elektromaschinenbaumeister gehört zum Kernteam der insgesamt 65 Ehrenamtlichen, welche die Vorarlberger Museumswelt in Frastanz immer weiter ausbauen und am Laufen halten. Die „Schinder“ – wie sie sich selbst nennen – haben im Moment alle Hände voll zu tun. Schließlich steht die Eröffnung des Polizeimuseums unmittelbar bevor, und auch das 1998 eröffnete Elektromuseum wird derzeit zu einem modernen Erlebnisraum umgebaut. Jeden Mittwochmorgen fährt Hermann Kronberger mit Fahrrad und Bahn von Muntlix nach Frastanz, um dort seine Talente den ganzen Tag lang ehrenamtlich einzubringen. Seine große Leidenschaft gehört der Hochspannungstechnik. Der aktive Bergretter, Wegwart und Vorturner der Turnerschaft Rankweil liebt Herausforderungen und hat dies schon mehrfach als Teilnehmer des „Ironman“ unter Beweis gestellt. Dafür musste er nach 3,86 Kilometern Schwimmen und 180 Kilometern auf dem Rad auch noch einen Marathon laufen. Mit derselben Energie und demselben Durchhaltevermögen nimmt Hermann Kronberger in der Museumswelt technische Herausforderungen an. So hat er es etwa geschafft, eine uralte Säge, einen Schleifstein, eine altertümliche Waschmaschine und andere Geräte wie anno dazumal mit Lederriemen und Transmissionen, welche die Energie übertragen, zu steuern und in Gang zu setzen. Er freut sich, wenn er den Museumsbesuchern live vorführen kann, wie alte Techniken funktionieren. „Wir wollen Wissen vermitteln und für Technik begeistern“, erklärt der vielseitige Handwerker. „Das gelingt nur, wenn du selbst begeistert bist.“















