Zukunftsfragen

Von 31. Mai bis 2. Juni steht Bludenz ganz im Zeichen des Mottos „Use what you have”. Ziel des zweieinhalbtägigen Festivals ist es, die Menschen mit kreativen Ideen für Müllvermeidung und Nachhaltigkeit zu begeistern.

FOTOS: MAGDALENA TÜRTSCHER

Um ihre Botschaft möglichst weit zu verbreiten, haben Initiatorin Isolde Adamek und ihre Mitorganisatorinnen Brigitta Soraperra und Magdalena Türtscher eine Vielzahl an Ideen entwickelt und höchst unterschiedliche Menschen mit ins Boot geholt. In der Fabrik Klarenbrunn und in der Remise Bludenz bieten Mini-Vorträge, Kreativ-Workshops, ein Second-Hand-Kleiderbasar, ein Filmabend, Kindertheater mit Abfall-Produkten, Streetfood-Cooking mit Wegwerflebensmitteln, ein Markt mit kreativen Up- und Recyclingprodukten, ein Theater im Bus, ein Indie-Konzert und vieles mehr jede Menge Impulse für einen nachhaltigen Lebensstil. Von Freitag Nachmittag bis Sonntag Abend sollen unterschiedlichste Begegnungen Groß und Klein dazu anregen, sich mit Zukunftsfragen zu beschäftigen. Für den Eröffnungsvortrag am 31. Mai um 17.30 Uhr auf dem Remise-Vorplatz konnte das Team den innovativen (Waldviertler) Unternehmer Heini Staudinger gewinnen. 

Wie leben wir, und was brauchen wir wirklich für ein gutes Leben? Welche Verantwortung tragen wir – für uns, unsere Mitmenschen und unsere Nachkommen? Welchen Wert hat Bestehendes und wie können wir vorhandene Ressourcen sinnvoll nutzen? – Mögliche Antworten wollen die Initiatorinnen nicht mit erhobenem Zeigefinger vermitteln, sondern durch genussvolles, aktives Miteinander. 

Interessierte finden alle Informationen und das genaue Programm des Festivals unter www.uwyh.at.

Drei Frauen mit Mission

Isolde Adamek arbeitete viele Jahre als Pädagogin und hat sich immer schon für eine lebenswertere Umwelt eingesetzt. Sie rief etwa mit Christoph Marcabruni vom wein.punkt den alternativen Weihnachtsmarkt „Heiliger Bimbam” ins Leben und gründete „sörecycling” – ein Label für kreative Kindermode aus Second-Hand-Textilien. Gemeinsam mit Evi Kettner propagiert sie die gute alte Stoffwindel in ihrem Laden „Windlkind” in der Bludenzer Sturnengasse.

Brigitta Soraperra feierte als Theaterregisseurin diverse Erfolge im Dreiländereck Vorarlberg, Liechtenstein, Schweiz. Sie engagiert sich bei verschiedensten Projekten, um ihre Ideen von einer besseren Zukunft abseits von Konsumzwang und Effizienzsteigerung umzusetzen. 

Magdalena Türtscher wurde als Grafikdesignerin bereits mehrfach ausgezeichnet. 

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