„In Vorarlberg wissen viele nicht wirklich, was Feminismus bedeutet“, hat Katharina Neyer beobachtet. Die 19-Jährige möchte Aufklärung leisten und hat deshalb in ihr Maturaprojekt im Fach Bildnerische Erziehung an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik viel Zeit und Arbeit gesteckt. So hat sie etwa Meilensteine des Feminismus recherchiert und ist der Frage nachgegangen, wer überhaupt auf die Idee kam, dass Frauen weniger wert sein könnten als Männer. Für ihr 72 Seiten starkes Magazin hat die Bürserin starke Frauen als ihre persönlichen Vorbilder porträtiert, Männlichkeits-Ideale untersucht, engagierte Texte verfasst und – unterstützt von ihrer Schwester Valentina – alle Fotos selbst gemacht. Die 50 aufwendig gestalteten Magazine, welche sie professionell drucken ließ, stießen auf großes Echo und waren schnell ausverkauft. Der Nachdruck ist bereits veranlasst, Katharina Neyer will nämlich weitere Exemplare Interessierten zugänglich machen. Denn: „Es kann doch nicht sein, dass ich mich begrapschen lassen oder Angst haben muss, wenn ich abends alleine heimgehe, nur weil ich eine Frau bin.“
Parallel dazu hat sich die angehende Kindergärtnerin für ihre Diplomarbeit damit befasst, wie sich die digitalen Medien auf die Wahrnehmung von Kindern auswirken. Diese Arbeit, welche sie gemeinsam mit drei Schulkolleginnen in Angriff nahm, sorgte ebenfalls für Aufsehen und wurde bereits für einen Wettbewerb angefragt. An diesem Thema will Katharina Neyer weiter engagiert dranbleiben und ihre Einblicke über den eigens eingerichteten Instagram-Account publik machen. Kommenden Sommer wird sie vorerst allerdings für ein Jahr als Au-pair-Mädchen nach Australien reisen, doch sie freut sich über Post aus der Heimat unter kathi.neyer@gmail.com.















