In den heimischen Bergen Kraft tanken

Bewegung an der frischen Luft, Kraft tanken beim Sport, die Seele aufladen in der Natur: Das sind die besten „Mittel” zur Vorsorge gegen physische und psychische Corona-Spätfolgen – wenigstens darin sind sich die Experten einig. Nichts wie raus in den Schnee und rauf auf die Pisten heißt es deswegen – ganz besonders heuer!

FOTOS: BERGBAHNEN BRANDNERTAL, KLOSTERTALER BERGBAHNEN AM SONNENKOPF

Die zweite Coronawelle – im Vergleich zur ersten eigentlich eher ein Tsunami – sorgt im heimischen Wintertourismus für Sorgenfalten. Dass Gäste aus dem Ausland heuer in großer Zahl auf den Winterurlaub verzichten, ist klar. Wie und wann es wieder richtig losgeht, steht in den Sternen.

Für den Sporthandel, Seilbahnen, Beherbergungsbetriebe und deren Mitarbeiter gibt es vor allem eine Hoffnung: Dass die einheimischen Gäste dem Wintersport treu bleiben, vielleicht sogar das eine oder andere (zusätzliche) Wochenende im Skigebiet ihrer Wahl übernachten und damit das Minus in Grenzen halten. So, wie das heuer im Sommer war, wo der Zuwachs bei inländischen Gästen die Sommersaison rettete.

Im Winter nicht mehr auf die Malediven oder nach Thailand „flüchten”, sondern sich wieder auf die Kraft der winterlichen Berglandschaften Vorarlbergs besinnen: Das würde nicht nur den tausenden betroffenen Mitarbeitern in den Skiregionen helfen. Es gibt weitere gute Gründe, sich heuer noch eine Saisonkarte im Skigebiet der Wahl zu sichern oder – am besten noch vor Weihnachten – einen (Kurz-) Urlaub in den Vorarlberger Winter-Verwöhn-Hotels und Unterkünften zu sichern: Großteils zu Preisen, die es schon lange nicht mehr gegeben hat.

Es mag zwar zynisch klingen – aber für heimische Wintersportler steht heuer ein „Jahrhundertwinter” vor der Tür. Auf den Pisten wird jedenfalls so viel Platz sein, wie schon lange nicht mehr. Und man darf damit rechnen, dass auch die Fahrt ins Skigebiet und retour weit weniger Stress verursacht, als gewöhnlich – Staus wird es heuer kaum geben. Die Seilbahnen haben außerdem große Anstrengungen unternommen und viel investiert, um ihre Anlagen „coronasicher” auszugestalten. 

· Für die Desinfektion der Gondeln wurden spezielle Kalt-Desinfektionsgeräte angeschafft, die höchste Effizienz bieten und deswegen auch in Spitälern im Einsatz sind.

· Um Wartezeiten und Ansammlungen vor den Kassen und den Einstiegen zu minimieren, wurde viel Geld in Kartenautomaten investiert.

· Liftkarten können in den allermeisten Skigebieten auch online gebucht werden: Am Sonnenkopf und im Brandnertal funktioniert das einfach über die Homepages (www.sonnenkopf.com und www.brandnertal.at).

Und auch was die Gastronomie betrifft, sind entsprechende Vorkehrungen getroffen, damit die Mindestabstände eingehalten werden: Wer seine Mahlzeiten, die Kaffeepause oder einen Glühwein auf den Sonnenterrassen gerne in Ruhe genießt (wer nicht?), der darf sich darauf mehr denn je freuen!

„Halligalli”-Fans werden allerdings auf große Events und Après-Ski-Gedränge verzichten müssen. „Das wird sich in der heurigen Wintersaison sicher nicht ausgehen”, bestätigen etwa die Geschäftsführer Dietmar Tschohl (Sonnenkopf) und Hannes Jochum (Brandnertal): Diese beiden Skigebiete sind aber ohnedies auf Naturgenuss, Familie und feines Essen ausgelegt. Den „Ballermann im Schnee” wollte man hier nie inszenieren.

Summa summarum kann man sich im Ländle also auf eine schöne Wintersaison freuen.

Wann genau es mit dem Skivergnügen losgeht, darüber sollte man sich direkt bei den Skigebieten oder aus den Tageszeitungen informieren. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe des allerhand!-Magazins sah der Plan vor, dass zum Beispiel die Lifte im Brandnertal ab dem 5. Dezember an Wochenenden und ab dem 12. Dezember täglich in Betrieb sind. Ob die Coronasituation das zulässt, wird sich noch weisen. Und beim Blick aus dem Redaktionsfenster, Sonnenschein und Temperaturen von deutlich über zehn Grad stand Mitte November auch Frau Holle noch einiges an Arbeit bevor…