Vorfreude – Porschezentrum Vorarlberg

Bauherr Rudi Lins freut sich schon auf die Eröffnung und seinen neuen Arbeitsplatz.

Das mit Standorten in Nüziders und Schruns schon heute bedeutendste Autohaus im Süden Vorarlbergs eröffnet im Jänner in Rankweil das neue Porschezentrum Vorarlberg. Mag. Rudi Lins setzt damit einen Meilenstein in der 70-jährigen Firmengeschichte.  

FOTOS: TM-HECHENBERGER

Vor genau 70 Jahren gründeten Rudi und Sofie Lins in Nüziders – am heute noch aktiven Hauptsitz – die freie Autowerkstätte Lins. Zwei Jahre später wurde man offizieller VW-Händler und VW-Reparaturwerkstätte. 1962 stieg man zum Bezirkshändler für ganz Bludenz auf. 1970 folgten Audi und 1972 wurde man Porsche-Landeshändler. Die VW-Tochter Seat wurde 1992 in die „Autofamilie Lins” aufgenommen. Seit 2006 führt Mag. Rudi Lins, der Enkel des Firmengründers, das mit 60 Mitarbeitern größte Autohaus im Bezirk. 2019 übernahm er die Vertretung der Marke Cupra für Vorarlberg und 2020 die Vertretung der Marke Audi Sport als alleiniger Händler im Ländle.

Mit dem Neubau in Rankweil hat Rudi Lins die größte Investition in der Firmengeschichte in Angriff genommen. Das neue Porsche-Landeszentrum wird den aktuellen Ansprüchen der Edelmarke aus Zuffenhausen in allen Belangen gerecht werden – und soll damit durchaus auch Kunden aus dem nahen Liechtenstein und der Schweiz ansprechen. Neben den Porsches wird auch „Cupra”, die Sportwagen-Division von Seat, hier ein adäquates Zuhause bekommen: Cupra ist ein steil aufsteigender neuer Stern am  Autohimmel. Die sportlichen Spanier sorgen für begeisterte Kommentare in der Kfz-Fachwelt und sollen in Zukunft speziell mit innovativen Elektro-Antrieben Akzente setzen.

Die riesige neue Werkstatthalle bietet großzügige Arbeitsplätze mit modernster technischer Ausstattung.

Beim Augenschein auf der Baustelle in der Nähe des Rankweiler Merkur-Marktes Anfang November herrscht emsiges Treiben. Auffallend viele Firmen aus dem Walgau sind am Werk. Mit den Baumeisterarbeiten wurde Tomaselli-Gabriel engagiert – seit wenigen Monaten ja direkter Nachbar beim Lins-Hauptsitz. Maschinen, Geräte und Firmenwagen von Stolz Installationen, Burtscher Böden, Manahl Fassaden, Josef Feuerstein Fenster und weiteren Unternehmen aus Bludenz und dem Walgau sind zu sehen. Für die Bauphysik zeichnet der Frastanzer Thomas Schwarz verantwortlich, die Malerarbeiten werden von Liepert erledigt.

Porsche-Projektleiter: Gerhard Berger!

„Wir sind seit 70 Jahren in der Region verankert, da ist mir die Zusammenarbeit mit den Unternehmen aus der Region selbstverständlich ein Anliegen”, erklärt Rudi Lins. Als Projektleiter hat er einen Mann aus Bürs engagiert: Gerhard Berger (Projektmanagement GmbH) hat die Ruhe weg – obwohl während der Visite des Bauherrn gerade eine Firma (aus Wien!) wegen Coronafällen eine Verzögerung ihres Einsatzes ankündigt – und dadurch den engen und mit insgesamt über 40 beteiligten Firmen abgesprochenen Terminplan durcheinanderbringt. 

„So etwas darf dich als Projektleiter nicht stressen”, zeigt der Routinier aus Bürs Gelassenheit. Für den mitgereisten ­allerhand!-Reporter ist das umso erstaunlicher, als die Baustelle so überhaupt nicht nach Fertigstellung Mitte Jänner ausschaut. In der riesigen Halle, in der künftig die Porsches aus dem ganzen Land – und darüber hinaus – gewartet, serviciert und repariert werden, ist der Fliesenboden zwar großteils schon fertiggestellt. Auch die Hallendecke mit den Sprinklerdüsen – die wegen der Hochspannungsleitungen beim Betriebsgelände neben vielen anderen Sicherheitseinrichtungen in einer Unzahl vorgeschrieben wurden – ist soweit komplett. Bis die gesamte Technik für die später insgesamt zehn Hebebühnen und die speziellen Arbeitsplätze für die Elektro- und Hybridautos fertiggestellt sind, werden aber noch unzählige Arbeitsschritte erforderlich sein.

„Das wird schon”, zeigt sich auch Mag. Lins überzeugt, dass die Eröffnung wie geplant Mitte Jänner über die Bühne gehen kann: Coronabedingt allerdings ohne große Feierlichkeiten. „Das holen wir dann später nach”, versichert Rudi Lins.

Die Vorfreude auf das neue Autohaus steht ihm ins Gesicht geschrieben. Vor allem bei der Besichtigung seines künftigen Büros, in dem gerade die frisch verlegten Bodenheizungsrohre auf den Estrich warten: Trotz der damit verbundenen Einschränkungen bei der „Begehung” lässt sich erahnen, dass hier ein besonders schöner Arbeitsplatz mit viel Übersicht entsteht.

Mit ihm freuen sich auch schon die Mitarbeiter, die künftig hier unter besten Arbeitsbedingungen in lichtdurchfluteten Räumen ans Werk gehen können. Auch für das „Drumherum” wurde kräftig investiert, damit sich die Mitarbeiter wohlfühlen können. 

Neue Arbeitsplätze entstehen

Zunächst werden 15 bereits vorbereitete und teilweise schon dafür neu eingestellte Mitarbeiter von den Filialen in Schruns und Nüziders nach Rankweil „übersiedeln”, wobei sowohl im Montafon als auch am Hauptsitz weiterhin alle bisherigen Serviceleistungen angeboten werden.  

Mittelfristig wird das Autohaus Lins den Mitarbeiterstand von derzeit 85 weiter erhöhen. „Wir sind überzeugt, dass wir mit der neuen Landeszentrale für Porsche und Cupra auch viele neue Kunden gewinnen können”, gibt sich Rudi Lins zuversichtlich. Auch Seat – für diese Marke ist Lins exklusiv im Bereich zwischen Landeck und Feldkirch zuständig – erhält hier einen exklusiven neuen Stützpunkt. Und schließlich wird damit ja auch in Nüziders und Schruns Platz geschaffen. Damit einhergehen werden weitere Investitionen. Auf die sich vor allem wieder Firmen aus der Region freuen dürfen…