Wir bleiben in Österreich

Wegen der Corona-Gefahr bleibt uns der Urlaub am Meer und in fernen Ländern heuer wohl verwehrt. Die Krise birgt aber auch in dieser Hinsicht Chancen: Denn Österreich hat viel zu bieten. Die allerhand!-Redaktion hat ein paar Tipps zusammengetragen und bittet Sie: Schicken Sie uns für die August-Ausgabe Ihre Geheimtipps und Fotos von den Ferien in Rot-Weiß-Rot.

FOTOS: ADOBE STOCK, STRUMERHOF, GEORG PRAXMARER, STIFT ADMONT

An erster Stelle der Empfehlungen soll das Kleinwalsertal stehen. Diesen unbekannten Teil Vorarlbergs einmal zu entdecken, sollte sowieso eine lokalpatriotische Pflichtübung sein. Die Talschaft  wurde durch die Corona-Krise besonders arg gebeutelt – war durch die deutsche Grenzschließung und wegen der fehlenden Straßenverbindung zum übrigen Vorarlberg unter Dauer-Quarantäne. Das Kleinwalsertal mit seinen knapp 5.000 Einwohnern in vier Gemeinden (Riezlern, Hirschegg, Mittelberg und Baad: wussten Sie´s?) hat vor allem für Naturfreunde einiges zu bieten: Bei Familienspaziergängen, ausgedehnten Wanderungen, anspruchsvollen Bergtouren oder einer Begehung der tiefsten Felsenschlucht Europas (Breitachklamm) ist Naturgenuss pur angesagt. Unterkünfte sind in allen Kategorien vorhanden: Vom Selbstversorger-Appartement bis zum Luxus-Wellnesshotel ist alles möglich. 

TIPP 1: Ferien- und Wanderregion Kleinwalsertal:
www.kleinwalsertal.com, Tourismus-Telefon-Hotline: 05517/5114, info@kleinwalsertal.com

Wer in vergangene Zeiten eintauchen möchte, sollte den denkmalgeschützten Ögg-Höfen im Tiroler Kaunertal unbedingt einen Besuch abstatten. Georg Praxmarer, der seit mehr als 15 Jahren mit seiner Familie in Ludesch lebt, hat den Hof seiner Ahnen mit viel Eigenleistung zu einem Seminar- und Ferienhof umgebaut, der bis zu zwölf Personen urigen Komfort in einer einzigartigen Naturkulisse bietet. Der Hausherr erzählt gerne über die Geschichte der mehr als 500 Jahre alten Höfe und hat auch viele Ausflugs- und Wandertipps parat. Die 1444 Meter hoch gelegenen Höfe bieten eine atemberaubende Aussicht auf die benachbarten Berggipfel bis hin zum weitläufigen Kaunertaler Gletscher. 

TIPP 2: Ögg Hof 221 im Kaunertal:
www.oegg-hof221.at, Tel: 0676/4663471, info@oegg-hof221.at

Im 1450 Meter hoch gelegenen Strumerhof im Osttirol verwöhnt Familie Holzer ihre Gäste mit Unkrautsuppe, Lamm im Bergheu und anderen Köstlichkeiten. 

Im Kräuterwirtshaus kommen Gerichte auf den Tisch, die mit Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung ständig frisch zubereitet werden. Wer diese Küche mehr als einmal genießen möchte, hat die Möglichkeit, sich in der ehemaligen Jagdhütte der Familie einzuquartieren, die nur fünf Gehminuten vom Kräuterwirtshaus entfernt mitten im Wald liegt. Bis zu sieben Personen haben dort allen Komfort.

TIPP 3: Kräuterwirtshaus Strumerhof, Matrei/Osttirol:
www.strumerhof.at, Tel: 04875/6310, strumerhof@aon.at

Den größten klösterlichen Bibliothekssaal der Welt zu betreten – das ist ein atemberaubendes Kulturerlebnis, das man sich wenigstens einmal im Leben gönnen sollte.  Die 1776 vollendete spätbarocke Bibliothek ist Teil des im Jahr 1074 (!) gegründeten Benediktinerklosters Stift Admont im Norden der Obersteiermark. Zum Kloster gehören vier Museen, ein Blumenhaus, die Stiftsgärtnerei und ein Klosterladen samt Weinverkauf. Es empfiehlt sich auch ein Ausflug zum klostereigenen Weingut Dveri Pax gleich über der Staatsgrenze in Slowenien (falls die Grenzen offen sind): Dabei unbedingt einige Weingüter in der Südsteiermark erkunden! Erste Wahl für die Unterkunft ist das Viersterne-Hotel Spirodom direkt beim Stift: Es wird ebenfalls von den Benediktinern verwaltet.

TIPP 4: Stift Admont, Steiermark:
www.stiftadmont.at, Hotel Spirodom: rezeption@spirodom.at, Tel: 03613/36600

Wien ist die einzige Kulturhauptstadt Europas (sorry Dornbirn!) und die pulsierende Metropole Österreichs. Auf die Möglichkeiten zum Kulturgenuss, Shopping und Großstadt­flair-Genießen muss nicht gesondert eingegangen werden. Als Basis zur Erkundung der Bundeshauptstadt empfehlen wir: Neustift am Walde! Das im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte ehemalige Weinhauerdorf hat auch nach seiner Eingliederung in die Stadt Wien (1892) viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt. Wie in Nenzing gibt es auch hier einen eigenen „Himmel”, welchen über verschlungene Wege über Wälder und Weinberge zu erkunden sich lohnt. Hier brennen Vorarlberger Funkenzünfte einmal im Jahr einen Funken ab, was jeweils viele tausend Besucher begeistert. Vor­arlberger trifft man in den vielen kleinen Heurigenlokalen auch immer wieder an – machen Sie den Test! Als Unterkunft empfehlen wir den Landgasthof Fuhrgassl-Huber. 

TIPP 5: Wien. Neustift am Walde, 19. Bezirk.
Unterkunft im Landhaus Fuhrgassl-Huber, Rathstraße 24, 1190 Wien.
Tel: 01440/3033, office@landhaus-fuhrgassl-huber.at 

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